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Gutachten

Studie zur Wohnbauentwicklung

Hamburg, Bergedorf

Aufgrund eines zunehmend spürbaren Wohnungsmangels in Hamburg hat der Hamburger Senat im Jahr 2011 beschlossen, den Neubau von 6.000 neuen Wohnungen pro Jahr auf den Weg zu bringen. Der Bezirk Bergedorf hat daraufhin ein bezirkliches Wohnungsbauprogramm aufgestellt, das jährlich fortgeschrieben wird. Ziel des Bezirks ist es, 600 Wohnungen im Jahr zu realisieren.

Etwa 1/6 dieser Wohnungen sollen in den Vier- und Marschlanden entstehen. Der Untersuchungsraum umfasst den nördlichen Teil von Moorfleet. Moorfleet bildet wiederum den nördlichsten Zipfel der Vier- und Marschlanden. Der Ortsteil ist noch ländlich strukturiert, liegt jedoch städtebaulich exponiert und steht in starkem Kontrast zu seiner Umgebung, die durch die stark befahrene Verkehrstrassen und Industriegebiete geprägt wird. Im Inneren wird das Gebiet hingegen von einer Mischung aus dörflicher Bebauung und Gartenbaubetrieben dominiert, hinzu kommen einige gewerbliche Nutzungen. Prägend ist auch die Lage unmittelbar an der Elbe bzw. am Holzhafen. Gleichzeitig bildet Moorfleet aus innerstädtischer Sicht das „Eingangstor“ in die Kulturlandschaft der Vier- und Marschlande.

Vor dem Hintergrund der Ziele des Wohnungsbauprogramms hat die Bezirksversammlung Bergedorf das Bezirksamt beauftragt, für den Norden des Ortsteils Moorfleet städtebauliche Voruntersuchungen einzuleiten. Mit der Erarbeitung der Studie wurde das Büro claussen-seggelke stadtplaner aus Hamburg beauftragt.

Ziel dieser Untersuchungen ist es zu ermitteln, ob und ggf. in welchem Umfang im Norden Moorfleets Flächenpotenziale für den Wohnungsbau aktiviert werden können. Das Untersuchungsgebiet ist etwa 6 km Luftlinie von der Hamburger Innenstadt entfernt und liegt damit vergleichsweise innenstadtnah. Zahlreiche Flächen dort stehen im Eigentum der öffentlichen Hand. Diese Rahmenbedingungen sind für eine Wohnbauentwicklung zwar grundsätzlich vorteilhaft, lassen jedoch noch keine Schlussfolgerung zu, ob es in Moorfleet tatsächlich geeignete Flächen für den Wohnungsbau gibt. Dies zu ermitteln, war eine zentrale Aufgabe dieser Studie.

Der nördliche Teil von Moorfleet stand in den letzten Jahren nicht im Zentrum städtebaulicher Überlegungen. Daher hat das Bezirksamt entschieden, die Untersuchungen breiter anzulegen. Gegenstand ist nicht nur die Abgrenzung möglicher Wohnungsbaupotenziale. Vielmehr sollen darüber hinaus erste konzeptionelle Überlegungen angestellt werden, wie Moorfleet sich zukünftig generell entwickeln soll und welche Rolle dieser Ortsteil im Übergangsbereich zwischen städtisch und ländlich geprägtem Raum zukünftig einnehmen kann. Es sollen - unabhängig von etwaigen Wohnungsbaupotenzialen - Ansätze für die zukünftige städtebauliche Entwicklung des Ortsteils aufgezeigt werden. Übergreifendes Ziel des Bezirks ist es, für Moorfleet ein langfristig angelegtes, tragfähiges Entwicklungskonzept zu erarbeiten. Die Studie stellt hierfür einen ersten Baustein dar.

  • Lage (© claussen-seggelke stadtplaner, Grundlage: Schwarzplan.eu)
  • Lage (© claussen-seggelke stadtplaner, Grundlage: Schwarzplan.eu)
  • Luftbild (© LGV HH)
  • Versorgungsinfrastruktur (© claussen-seggelke stadtplaner, LGV HH)
  • Landschaftsprogramm Themenkarte Erholung / Landschaftsbild Teilaspekt Freiraumverbund (© claussen-seggelke stadtplaner, Grundlage: Schaper + Steffen + Rutsch Landschaftsarchitekten)
  • Strategieplan: Stromaufwärts an Elbe und Bille (© Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen)
  • Verkehrsinfrastruktur (© claussen-seggelke stadtplaner, Grundlage: LGV HH)
  • Flächennutzungsplan (© claussen-seggelke stadtplaner, Grundlage: LGV HH)
  • Planrecht (© claussen-seggelke stadtplaner, Grundlage: LGV HH)
  • Bestehende Nutzung (© claussen-seggelke stadtplaner, Grundlage: LGV HH)
  • Boden und Flächen / Abstandsflächen (© claussen-seggelke stadtplaner, Grundlage: LGV HH)
  • Durchgeführte Betriebsumfrage (© claussen-seggelke stadtplaner, Grundlage: LGV HH)
  • Schalltechnisches Gutachten (© claussen-seggelke stadtplaner, Grundlage: LGV HH)
  • Verkehrliche Machbarkeitsstudie (© claussen-seggelke stadtplaner, Grundlage: LGV HH)
  • Konzeption: Entwicklungsszenario (© claussen-seggelke stadtplaner, Grundlage: LGV HH)
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Projektinfos

Projektart: Studie zur Wohnbauentwicklung: Voruntersuchungen für einen Untersuchungsraum in Moorfleet, Bergedorf
Ort: Hamburg, Bezirk Bergedorf, Stadtteil Moorfleet
Nutzungsart: Wohnen, Landwirtschaft und Gewerbe
Fläche: ca. 92 ha
Projektzeitraum: 01.2015 bis 08.2015
Projektbearbeitung: Dimitrij Scherer, Christian Pogoda
Auftraggeber: Bezirksamt Bergedorf
Projektpartner: ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung, TÜV NORD Umweltschutz GmbH u. Co. KG, Fachgruppe "Stromaufwärts an Elbe und Bille" und Dipl.-Biol. Karsten Lutz
Bes. Themen:

- Bestandsaufnahme

- Ermittlung planerischer Rahmenbedingungen

- Durchführung einer Umfrage ortsansässiger Betriebe

- Bestandsanalyse

- Abstimmung und Auswertung von Fachgutachten

- Kulturlandschaft der Vier- und Marschlanden

- stark befahrene Vekehrstrassen

- benachbartes Industriegebiet Billbrook

- Altlasten und benachbarte Störfallbetriebe

- Mobilisierung von Wohnbaupotenzialflächen

- Herleitung eines langfristig angelegten, tragfähigen Entwicklungskonzeptes

- Abstimmung mit Fachplanern, Fachbehörden und Politik


Holzdamm 39
20099 Hamburg

fon: 040 - 28 40 34 -0
fax: 040 - 28 05 43 43
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