Neue Teutendorfer Siedlung
Mit der Aufstellung des Bebauungsplans sowie der parallelen Änderung des Flächennutzungsplans wurde im Nordwesten von Travemünde die planungsrechtliche Grundlage für die Entwicklung der „Neuen Teutendorfer Siedlung“ geschaffen. Ziel war die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers mit rund 630 Wohneinheiten in Ergänzung zu einer bestehenden Siedlungsstruktur aus den 1930er Jahren.
Das Plangebiet war zuvor dem Außenbereich zugeordnet und landwirtschaftlich genutzt. Im Zuge der Planung wurden auch westlich angrenzende Gewerbeflächen einbezogen, um eine Anpassung der zulässigen Schallemissionen an die bestehende Nutzungssituation vorzunehmen. Die künftigen Wohnbauflächen wurden als allgemeines Wohngebiet festgesetzt und ermöglichen eine differenzierte Mischung aus Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Geschosswohnungsbau. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der flächensparenden Siedlungsentwicklung und der qualitätsvollen Einbindung in den Landschaftsraum. Hierzu wurde ein zusammenhängendes Freiraumkonzept mit Grünzügen, Wegeverbindungen und Maßnahmen zur Regenrückhaltung entwickelt. Ergänzend wurden soziale Infrastrukturen, insbesondere zwei Kindertagesstätten, in das Quartier integriert. Die Gestaltung der öffentlichen Räume wurde im Rahmen eines freiraumplanerischen Workshopverfahrens qualifiziert.
