Dokumentationszentrum Hannoverscher Bahnhof
Mit der Entwicklung der Hamburger HafenCity ist auch die Auseinandersetzung mit der jüngeren Hamburger Geschichte verbunden, insbesondere mit dem ehemaligen Hannoverschen Bahnhof. Von hier aus wurden zwischen 1940 und 1945 über 8.000 Juden, Roma und Sinti aus Hamburg und Norddeutschland deportiert. Um eine gesellschaftliche Auseinandersetzung zu ermöglichen, wurde 2015 ein Wettbewerb für ein zentrales Dokumentationszentrum mit historischer Dauerausstellung, Büro-, Veranstaltungs- und Bildungsräumen ausgelobt.
Gegenstand des Wettbewerbs war ein rund 635 m² großes Baufeld an der Stockmeyerstraße/Ericusbrücke im Quartier Am Lohsepark. Gefordert war ein hochwertiger, der besonderen historischen Bedeutung angemessener architektonischer Entwurf für ein solitäres Dokumentationszentrum, das sich sensibel in den Kontext der Erinnerungslandschaft und der hochwertigen Architekturlandschaft der HafenCity einfügt und die Dauerausstellung optimal integriert. Am einphasigen hochbaulichen Realisierungswettbewerb nahmen fünf Planungsbüros teil. Nach zunächst zwei gleichrangigen ersten Preisen wurde nach Überarbeitung der Entwurf von Boltshauser Architekten aus Zürich zur Realisierung ausgewählt.
